Tiefrot geht der heutige Handelstag zu ende. Müssen wir uns nun auf weiter fallende Kurse einstellen, oder erleben wir lediglich eine weitere Buy-the-Dip Gelegenheit? Dieser Frage geht Martin Goersch in der nachfolgenden Analyse nach.

Der Trendbruch ist bereits erfolgt

Der Kurs des S&P 500 musste am Montag schon vorbörslich ordentlich Federn lassen. In der Haupthandelssession ging es nahtlos weiter. Die Kurse waren den gesamten Tag stark unter Druck. Am Ende unterschritt der Kurs auch das letzte Tief vom 08.07.2021 und hat damit vorerst dem Aufwärtstrend gebrochen. Nur 59 von 500 Werten im S&P 500 konnten den Tag mit einem positiven Vorzeichen beenden. NVIDIA war mit 3,5% Gewinn nach Kroger der größte Tagesgewinner. Hier treibt die Genehmigung des 1:4 Aktiensplits anscheinend die Kurse.

Auf der negativ-Seite stehen teils herbe Verluste auf der Uhr. Die Verlierer-Liste wurde von dem Energie-Sektor angeführt. Kein Wunder, gab der Ölpreis doch bis zu 7,5% im Laufe des Handelstages nach. Diamondback Energy, Marathon Oil, Oneok, Valero Energy, Schöumberger, Phillips 66 und andere Energie Unternehmen hatten alle mehr als 5 % und bis zu 7,5% Kursverlust zu verkraften.

Corona-Ängste gehen wieder um

Neben den Öl-Firmen kamen auch Pandemie-fühlige Unternehmen wie Boeing oder Carnival Corporation mit mehr als 5 % Kursverlust stark unter Druck. Am Ende des Tages steht der S&P 500 nun wieder auf dem Niveau vom xx. Juni. Die große Frage ist nun, ob das erst der Anfang war, oder ob nach der erfolgten Korrektur auf den 50er gleitenden Durchschnitt nun wieder die Bullen am Drücker sind. In den sechs Situationen, die kurstechnisch seit Anfang des Jahres mit der jetzigen Situation vergleichbar sind, kam es so. In wenigen Situationen konnte der Index noch kurzfristig unter dem 50er GD schließen, nur um am nächsten Tag wieder dynamisch den Zug gen Norden zu nehmen.

Saisonalitäten sprechen gegen Buy-the-Dip

Saisonal sollte sich im Juni im Bereich um den 20.Juni herum das Hoch ausgebildet haben. Von da an geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit abwärts bis seitwärts. Eine Phase, die sich gerne bis in den späten Oktober hinein erstreckt. Nachfolgen sehen Sie die Erfolgsquoten für Long-Positionen im S&P 500 vom 01.07. bis 23.07. über die letzten 15 Jahre. 11 positive Entwicklungen stehen 4 negativen Entwicklungen gegenüber. Also ein klarer Vorteil auf der Longseite bis ins zweite Drittel des Monats. Danach erkennt man gut die langgezogene Seitwärtsphase.

Fazit

Auch wenn über das gesamte Jahr jeder Rücksetzer an den 50er gleitenden Durchschnitt im Nachhinein eine klare Kaufgelegenheit war, so könnte die Lage dieses Mal doch anders sein. Zumindest saisonal tritt der Markt nun in die schwächste Phase des Handelsjahres ein. Der übergeordnete Trend ist aber weiter aufwärts gerichtet, die Zentralbanken geizen nicht an lockerem Geld und im Bereich der Anleihen gibt es kaum Zinsen. Aktien bleiben also wohl das Anlageinstrument Nummer 1. Momentan bieten sich eher kurzfristige Trades an, als mittelfristige Swing-Positionen. Ich hatte in der Futures und Options Trading Masterclass bereits darauf hingewiesen.

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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Martin Goersch

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